Archiv für April 2008

KDD – Kriminaldauerdienst (2)

Mittwoch, 30. April 2008

Nur ein kurzer Nachtrag: sollten Leser sich von uns tatsächlich zum Konsum der ZDF-Serie KDD haben verleiten lassen (wir berichteten), könnte auch dieses Interview von Stefan Niggemeier mit dem Autoren Ortun Ertener für sie von Interesse sein.

(cen)

Nachtrag zu Post von Ralph Siegel – Post von Professor Hoeren

Dienstag, 29. April 2008

Prof. Hoeren, bekannter Jurist und Vater des sehr empfehlenswerten kostenlosen Skriptes für Internetrecht, hat eine deutliche Antwort zu o.g. Brief (wir berichteten) in seinem Blog bei C.H. Beck verfasst. Wir vermissen zwar etwas die differenzierte Debatte in beiden Beiträgen, aber wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.

Man mag zum Filesharing stehen wie man will, es freut uns zumindest im Sinne dieser Diskussion, dass Prof. Hoeren darauf aufmerksam macht, dass gewisse Buzz-Facts, welche die Musikindustrie gern verwendet, so nicht korrekt sind und dass dies nur die Spitze des Lobbyismus-Eisberges ist.

Etwas weniger Eigeninteresse und etwas mehr ehrliche Auseinandersetzung mit der Problematik würden beiden Seiten dieses Konflikts, Musikindustrie und Tauschbörsennutzern, nicht schaden.

(cen)

(via)

Hot Spots, Laptops und andere nützliche Dinge…

Dienstag, 29. April 2008

Wir befinden uns auf einem Vortrag zum englischen Persönlichkeitsrecht. Glücklicherweise hat der Verfasser seinen Laptop dabei und glücklicherweise gibt es hier einen Hot Spot. Anders wäre der Vortrag wohl kaum zu ertragen… Meinem lieben Kollegen Christoph Endell, der einige Plätze von mir entfernt sitzt, ist dieses Glück nicht vergönnt…

(sjm)

IP|Rezension: Bayreuther, Frank/Sosnitza, Olaf, Fälle zum Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht

Montag, 28. April 2008

Den Anfang macht heute die 2. Auflage der Fälle zum Gewerblichen Rechtsschutz vom C.H. Beck Verlag, nun unter neuer Autorenschaft vom Würzburger Professor Dr. Sosnitza (u.a. bekannt als Mitherausgeber der Zeitschrift MarkenR). Es handelt sich hier um ein Buch aus der JuS-Reihe von Fällen mit Lösungen, dementsprechend schlank ist das Büchlein mit ca. 200 Seiten.

Insgesamt finden sich für den Studenten 15 Fälle, diese sind allerdings umfang- und kenntnisreich gelöst, mit ausführlichen Quellenangaben und in der bewährten Qualität dieser Reihe. Die Fälle sind didaktisch aufgebaut, ergänzen einander und haben einen leicht ansteigenden Schwierigkeitsgrad. Hier hat Sosnitza es geschafft, die schwierige Balance zwischen lösbaren Aufgaben und anspruchsvoller Dogmatik zu halten, so dass das Buch einen Gewinn für Studenten verschiedener Kenntnisgrade darstellt.

Die Fälle sind sorgfältig aktualisiert worden und die neueste Rechtssprechung von 2007 ist eingearbeitet. Während dies für die Rechtssprechung gilt, bleibt in der Literaturliste doch die Frage offen, wieso im Urheberrecht häufig auf den großartigen, doch mittlerweile etwas veralteten Fromm/Nordemann (von 1998, die neue Auflage erscheint in Bälde) zurückgegriffen wird, während ein neuerer Kommentar wie der Wandtke/Bullinger keinerlei Erwähnung gefunden hat. (mehr …)

MarkenBlog: Aktion zum World Intellectual Property Day

Montag, 28. April 2008

Eine gelungene Aktion, die dem Spirit des World IP Day auch besonders gerecht wird, hat sich das Markenblog anlässlich eben dieses Tages ausgedacht:

Konfliktmarke im Markenblog

(cen)

World Intellectual Property Day 2008 – Celebrating Innovation

Samstag, 26. April 2008

Heute ist World Intellectual Property Day. Anders als in manchen Medien berichtet, wurde dieser Tag nicht nur vom BDI geschaffen (etwas zuviel der Ehre), sondern von der WIPO, der World Intellectual Property Organisation.

Auf der ganzen Welt finden daher Events statt, um den Tag entsprechend zu begehen. Nachstehend bieten wir Ihnen noch das Grußwort von Dr. Kamil Idris, dem Direktor der WIPO – unkommentiert. Wenn auch viel über die Ausgestaltung und Ausmaß der sog. Geistigen Eigentumsrechte gestritten werden kann, so halten auch wir sie für einen wichtigen, ja, unentbehrlichen Teil einer modernen Wissenskultur. (mehr …)

Post von Ralph Siegel an die Bundeskanzlerin

Freitag, 25. April 2008

Anlässlich des Tages des Geistigen Eigentums wurde heute u.a. in der taz ein offener Brief an Angela Merkel abgedruckt. Darin fordern Promis wie 2raumwohnung, Götz Alsmann, Till Brönner, Herbert Grönemeyer, Max Herre, Udo Lindenberg, Peter Maffay, Reinhard Mey, Michael Mittermeier, Rosanna Rocci, Sasha, Ralph Siegel, Söhne Mannheims, Tokio Hotel und Stefan Waggershausen einen stärkeren Schutz ihrer Werke. Nachfolgend der „Offene Brief zum Tag des Geistigen Eigentums“ im Wortlaut: (mehr …)

Hausdurchsuchung auf YouTube

Mittwoch, 23. April 2008

Eine Doku über die Tätigkeit der Musikfahnder. Nicht sehr informativ, aber wer mal einen kleinen Einblick erhalten will, wie es da so aussieht – hier ist sie.

(cen)

Kriminaldauerdienst online auf ZDF.de

Dienstag, 22. April 2008

Das ZDF sendet zukünftig die neue Staffel der Serie KDD – Kriminaldauerdienst, was ein Grund zu privater Freude ist – die Serie ist für deutsche Standards von ungewöhnlicher Güte und Modernität. Des Weiteren – und hier wird es wirklich erstaunlich modern – hat das ZDF sämtliche Folgen der ersten Staffel online gestellt, als kostenloses Serviceangebot.

Wir raten nicht nur zum Ansehen der Serie, sollten Sie die Zeit erübrigen können, sondern sind vielmehr auch begeistert von diesem unverhofften Schritt der alten Tante ZDF in die Modernität. Bislang standen wir den Schritten des ZDF, das mit seiner Mediathek versucht, auf den Spuren der weltweit erfolgreichen BBC zu wandeln, eher skeptisch gegenüber. Während die BBC durch die offensive Öffnung zum Internet hin zu einem Player im Internet geworden ist, sei es in Blogs, auf Youtube oder einfach nur in Bezug auf den einzelnen Nutzer, war auf der ZDF-Päsenz außer ein paar Making-Of-Beiträgen, Docu-Clips sowie der Soap Wege ins Glück erwartungsgemäß nicht mehr zu sehen. (mehr …)

Kurzer Nachtrag zur Artikelreihe – der Streitwert bei Störerhaftung des Internetanschlussinhabers

Dienstag, 22. April 2008

Vielen unbekannt ist die Entscheidung des OLG Hamburg, die Ende 2006 erging (OLG Hamburg, Beschl. v. 14.11.2006), auf die daher im Zusammenhang mit der Artikelreihe noch kurz verwiesen werden soll. Darin hatte das Gericht über die Streitwerthöhe im Fall der Störerhaftung zu entscheiden und damit mittelbar auch über die vom Internetanschlussinhaber zu tragenden Anwalts- und Gerichtskosten. Das OLG Hamburg stellte in dem Urteil klar, dass bei der Störerhaftung im Gegensatz zum tatsächlichen unmittelbaren Verletzer von einem nur „geringeren Angriffscharakter“. Anders als beim unmittelbaren Verletzer (hier wird teilweise von Euro 10.000,00 pro Datei ausgegangen), veranschlagt das Gericht bei zehn angebotenen Musikdateien 15.000,00 Euro als Streitwert, bei 5 Dateien 10.000,00 Euro. Bei 15.000 Euro Streitwert erwarten den Internetanschlussinhaber (außergerichtlich) Kosten zwischen 700,00 Euro –  1500,00 Euro.

(sjm)