Archiv für April 2009

Berliner Kinder können jetzt doch noch Stars werden…

Sonntag, 5. April 2009

Berliner Kinder und Jugendliche können wieder für Dreharbeiten und Castings vom Unterricht beurlaubt werden. Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat das pauschal und absolut geltende Verbot der Beurlaubung von Schulpflichtigen für Castings oder Film- und Fernsehaufnahmen abgemildert. Die entsprechende Regel zur Schulpflicht heißt jetzt:

„Ein wichtiger Grund liegt in der Regel nicht vor, wenn die Beurlaubung zur Mitwirkung an Rundfunk-, Film- oder Fernsehaufnahmen, einschließlich Werbeaufnahmen, oder an ähnlichen Veranstaltungen beantragt wird.“

In einem Informationsschreiben der  Bildungsverwaltung an die Schulen wird ausdrücklich auf die Absicht verwiesen, den Schulen wieder „größere Flexibilität“ zu geben.

April, April…

Mittwoch, 1. April 2009

14.00 Uhr: Ich lege zufrieden den Hörer auf. Was Schüler binnen sechs Schulstunden nicht geschafft haben, ist mir eben gelungen. Ich habe meinen Frau in den April geschickt.

14.05 Uhr: Ich schaue nach unserer Kanzlei-Homepage, um zu sehen ob unser Webmaster die gewünschten Änderungen bereits eingepflegt hat. Die Änderungen sind nicht nur nicht eingepflegt – die Seite ist überhaupt nicht erreichbar.

14.06 Uhr: Wechsel von Mozilla zum Explorer. Nichts ändert sich. Die Seite ist und bleibt nicht aufrufbar.

14.06 Uhr: Ich gehe ins Nachbarbüro. Auch mein Kollege kann nicht auf die Seite zugreifen. Mir schwahnt bereits Schlimmes.

14.07 Uhr: Ich greife zum Hörer und rufe den Webmaster an. „Arbeitest Du gerade an unserer Seite?“ – „Nein, warum?“. Ich erläutere das Problem. Er fragt: „Habt Ihre es schon mit IP|Notiz versucht?“ (dankenswerter Weise verwaltet der Webmaster auch IP|Notiz). Ich versuche das Blog aufzurufen. Mir bietet sich ein ähnliches Bild. Zugriff verweigert.

14.08 Uhr: Etwas ratlos stehen wir um den Bildschirm herum. Über den Lautsprecher wird heftig mit dem Webmaster diskutiert. Er verortet das Problem bei sich und prüft seinen Server.

14.15 Uhr: Der Webmaster ruft zurück und teilt uns mit, er könne nicht mehr auf seinen Server zugreifen. Die Passwörter funktionieren nicht mehr. Der Server wurde gehackt. Was bedeutet das für unsere Kanzleipage und IP|Notiz? Die Stimmen werden etwas lauter – nicht nur unsere, auch der Webmaster meldet sich lautstark zu Wort, schließlich wurde gerade sein Server gehackt und wir sind nicht die einzigen Kunden…

14.17 Uhr: Der Webmaster erklärt, es könne einige Zeit dauern, das Problem zu beheben. Die Daten seien (wahrscheinlich!) nicht verloren. Die Rede ist von wenigen Tagen (4 oder 5) oder vielleicht auch länger…

14.18 Uhr: Es wird etwas stiller um das Telefon. Mein Kollege rührt nachdenklich in seinem Kaffee. Ich muss Christoph, John und Christian Bescheid geben, geht es mir durch den Kopf.

14.19 Uhr: Die andächtige Stille wird jäh unterbrochen. Der Webmaster prustet ins Telefon und scheint sich vor Lachen zu biegen. „APRIL, APIRL!“ tönt es aus dem Lautsprecher. „Ich hab Euch dran gekriegt!“ Wir sind erleicherter, lachen und machen gute Miene zum bösen Spiel. Ehre wem Ehre gebührt. Der Webmaster hat die Seiten nur für die feste IP-Adresse der Kanzlei gesperrt. Außerhalb der Kanzlei konnte weiterhin jeder auf die Seiten zu greifen.

14.20 Uhr: Eintrag in den Terminkalender. 1. April 2010. Sebi in den April schicken.

@ Sebi: das zahlen wir Dir heim (-;

(sjm)