Archiv für April 2014

IP|Event: Quo Vadis – Kurzbericht

Freitag, 25. April 2014

Auch dieses Jahr waren wir auf der Quo Vadis, die wieder ein voller Erfolg war. Die „Entwicklerkonferenz“ ist ja mittlerweile nicht mehr Teil der Deutschen Gamestage, sondern der „Games Week“. Alles sollte also größer und internationaler werden. Und in der Tat waren auch viele internationale Gäste da, diesmal vor allem aus Polen (Gastland) sowie andere Osteuropäer, was natürlich gut zum Café Moskau mit seinen Konferenzsälen mit Namen wie „Tallinn“ oder „Minsk“ gepasst hat.

Wir hatten viel Spaß, konnten einige neue Spiele ausprobieren und haben interessanten Vorträgen gelauscht. Da war etwa der Vortrag des Kollegen Kai Bodensiek, der über das deutsche und europäische Wettbewerbsrecht referiert hat. Ein guter und unterhaltsamer Vortrag, der gekonnt auf die Zuhörer aus der Gaming-Branche zugeschnitten war. Chapeau! Ein weiteres Highlight aus juristischer Sicht war das große Panel unter der Leitung des Gameforge General Counsel Tobias Haar, wo die Kollegen einmal sämtliche Probleme bei online-Auftritt etc. am lebenden digitalen Objekt durchdiskutiert haben. Auch hier viel Spaß an der Sache und viele Informationen, die vor allem branchenspezifisch rübergebracht wurden. Für Anwälte waren die Veranstaltungen natürlich nicht durchweg geeignet, aber wir waren ja auch nicht das Zielpublikum. Legal Counsels, Geschäftsführern und anderen aus der Branche dürfte – juristisch – durchaus geholfen worden sein. Wir waren jedenfalls positiv beeindruckt – die Games Week lebt, so kann es weiter gehen.

Fundstück des Tages: „Rechtsfrage um das Magnetophon“

Donnerstag, 3. April 2014

Das Urheberrecht beschäftigt sich nicht erst seit „dem Internet“ stets und ständig mit den neuesten technischen Fragen. Nicht jede Technik setzt sich freilich durch. Das weiß man aber erst hinterher, weshalb es zu so schönen Artikeln wie diesem (Runge, GRUR 1951, 234) kommen kann, der sich mit den brennenden Fragen rund ums Magnetophon beschäftigt.

„Der Däne Paulsen hat…den sog. „sprechenden Draht“ erfunden, ein Verfahren, durch welches Schallwellen auf einem magnetisierbaren Stahldraht festgehalten werden konnten. Zunächst war jedoch die praktische Auswertung dieser Erfindung nicht möglich, weil keine ausreichende Lautstärke ererzielt werden konnte. Inzwischen ist das Magnettonverfahren entwickelt worden und hat seit längerem im Betriebe des Rundfunks und der Schallplattenindustrie Verwendung gefunden. …. Nachdem aber das Aufkommen von Selbstaufnahmegeräten verschiedener Marken im Handel dem einzelnen die Möglichkeit eröffnet, damit nicht nur im Bürobetrieb das Diktaphon zu ersetzen sowie die Protokollierung von Verhandlungen und Versammlungen aller Art durchzuführen, sondern auch Rundfunk- und Schallplattendarbietungen auf Stahlbandspulen zu übertragen, welche die darauf fixierte Aufführung usw. völlig naturgetreu wiedergeben (vgl. Baum, Über die Wiedergabe zum privaten Gebrauch nach Art. 22 des Schweiz. Urheberrechtsgesetzes in Schweizerische Mitteilungen über Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht 1 949, Heft 1 S. 4 ff.), sind die Rechtsprobleme um das Magnetophon brennend geworden.“

Den vollen Artikel bei Beck nach dem Klick.