Berliner Kinder können keine Stars mehr werden

In den neuen „Ausführungsvorschriften über Beurlaubung und Befreiung vom Unterricht“ (AV Schulpflicht) erlaubt die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Unterrichtsbefreiungen nur aus „wichtigen Gründen“, die „Mitwirkung an Rundfunk-, Film- oder Fernsehaufnahmen“ gehört für die Senatsverwaltung ausdrücklich nicht dazu.

Besorgt äußerte sich bereits Prof. Johannes Kreile, RA bei Nörr und für die Produzentenallianz tätig. Er schrieb in einem Brief an Klaus Wowereit und Schulsenator Zöller: „Eine Vielzahl von hochwertigen fiktionalen Produktionen ist auf die Mitwirkung von Kindern und Jugendichen angewiesen, dies betrifft nicht nur Kinder- und Jugendfilme, sondern eine große Zahl ambitionierter Filmprojekte.“

Eine solche Regelung, wie sie in der neuen AV vorgesehen ist, scheint in Deutschland bisher einmalig zu sein. Warum wohl ausgerechnet der Berliner Senat, dessen Stadt in den letzten Jahren umfangreich von der Filmindustrie profitiert, sich zu diesem Schritt entschlossen hat?

(cen)

 
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