Bernd Graff und die Foo Fighters

SZ-Journalist Graff geht in diesem Artikel hier der interessanten Frage nach, warum die Foo Fighters ihr neues Album nach Ländern gestaffelt veröffentlichen. Die Ausgangsthese ist dabei völlig berechtigt:

Es ist völlig irrelevant, ob Server mit neuen Foo-Fighters-Stücken in den USA stehen. Sie können von London, Paris, Tokio aus genauso aufgerufen werden wie von New York, San Francisco und St. Louis aus. Das scheint in den Kommunikationsstrukturen multinationaler Musik-Firmen noch nicht wirklich tief verankert zu sein.

Aber ob diese Antwort wirklich zum Kern der Sache vorstößt, da bin ich mir nicht sicher:

… könnte man selbst hinter der absurden Länderbegrenzung eine größere PR-Strategie vermuten. Die Verknappung durch die Lizenznehmer korrespondiert dann mit der freiwilligen Piraterie durch die Urheber. Die Diskrepanz zwischen den agil anarchischen Foo Fighters und dem sie verwaltenden Apparat des musikindustriellen Establishments wirkt umso größer, je mehr sich die Band ihren Fans mit Vorab-Kostenlosem andient, während die Musik-Industrie sich ihnen willkürlich selbst dann noch verweigern will, wenn die blamable Sinnlosigkeit ihres Tuns längst um- und übergangen ist.

 
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Ein Kommentar zu “Bernd Graff und die Foo Fighters”

  1. App-Flash » IP|Notiz – Bernd Graff und die Foo Fighters
    5. Mai 2011 04:05
    1

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