Archiv für die Kategorie 'Internetrecht'

Megaupload geschlossen

Freitag, 20. Januar 2012

Der Filehoster Megaupload wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur AP auf Druck der US Bundesbehörden vorläufig geschlossen.Der bekannte deutsche “Hacker” Kim Schmitz, der als der Betreiber der Seite gilt, ist mit weiteren Hintermännern in Neuseeland verhaftet worden. Der Fehler der Filehosting-Anbieter war es wohl, Server in den USA angemietet zu haben. Damit ist einer der größten Hosting- und Streamingdienste des Internet aus dem Rennen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die Folgen meist eher marginal sind, schnell schließen üblicherweise andere Unternehmen die Lücke, wenn auch die Professionalität von Megaupload kaum ein anderes Unternehmen erreicht. Megaupload hat es immerhin geschafft, das unten gezeigte Video unlängst in Umlauf zu bringen, in dem sich die Firma nicht nur rühmt, 4% des Internettraffics auszumachen, sondern auch zahlreiche U.S.-Prominente für so genannte Blurps gewinnen konnte.

Mehr hier.

Blutzbrüdaz: Illegale Downloader werden sich wundern

Donnerstag, 19. Januar 2012

Da die Industrie die illegalen Downloads nicht in den Griff bekommt, kursieren auch fake-Versionen der Filme im Netz. Hier werden durch die Firmen selbst Dateien hochgeladen, die aber letztlich den Film überhaupt nicht enthalten. Die Piraten sollen dann irgenwann entnervt aufgeben und den Film lieber im Kino sehen.

Sido hat es in seinem neuen Film Blutzbrüdaz anders gemacht. Die gefakte Version läuft an wie ein ganz normaler Film. Dann aber…sehen Sie selbst:

 

Update zum letzten Artikel

Sonntag, 8. Januar 2012

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass unser Gastautor mit seiner Sicht auf die weißrussische Internetpolitik auch von der Deutschen Welle wahrgenommen wurde. Nicht zuletzt hat sich auch der Verantwortliche der Library of Congress bei ihm gemeldet und seine Position revidiert.

IP|Expertennotizen: Aleksey Ponomarev, Internet Regulation in Belarus

Donnerstag, 5. Januar 2012

Die Expertennotizen von IP|Notiz sollen ein Forum für Experten im so genannten „Grünen Bereich” und daran angeschlossenen Rechtsgebieten bilden. Unser Ziel ist es, damit den öffentlichen Austausch in unserem Rechtsgebiet auch im Internet zu fördern. Die mit einer Veröffentlichung im Internet einhergehende Transparenz des wissenschaftlichen Diskurses für die Öffentlichkeit ist uns dabei ein wichtiges Anliegen.

During the last few days a new Belarusian Internet regulation has come into the center of attention of various online media resources. It seems that the rules of the recently enacted President Edict N 60 have been interpreted in a wrong way and caused serious confusion in the worldwide media. The sensation from Belarus named as “Belarus Bans Browsing of All Foreign Websites” is being widely discussed and has been republished by various online media resources (La Stampa, ZDnet, TorrentFreak, The Next Web etc.). The initial source of incorrect assumptions surprisingly seems to be the US Library of Congress, which published the article referring to Belarusian “yellow pages” Interfax news agency.

The occurred confusion can be explained by the lack of objective and qualified information on Belarusian Internet regulation on the one hand and the ambiguity of the provisions of law regulating to the Internet on the other hand. In this article I will provide a short overview of the effective Internet regulation in the Republic of Belarus.

Legal Framework

It is important to understand that the Presidential Edict N 60 on Measures to Improve the Use of the National Segment of the Internet Network (hereinafter mentioned as the Edict) has fully entered into force on 1 July, 2010, and its provisions are in force for already 1.5 years. Since entering into force, the Edict, being supported by subordinate legislation, has not brought about any radical changes to the Belarusian online market or heavy limitations of human rights and freedoms. Neither visiting foreign websites is considered a violation of the law nor has any foreign website been blocked since both these measures are not prescribed by the Edict.

The enforcement of sanctions for violation of provisions of the Edict has become the subject of hot discussions these days (I have analysed this on my blog before) . The Law Amending the Administrative Offences Code (hereinafter mentioned as the Law) enters into force on 6 January, 2012, enacting the sanctions for violation of the provisions of the Edict in form of a fine (approx EUR 32 to EUR 96) as the only possible legal sanctions applicable for violation of rules prescribed by the Edict. Any kind of other sanctions in the form of limitation of access to websites or other measures are prescribed neither by the Edict nor by the Law.

Online Business Regulation

The Edict in fact contains certain limitations of the operation of websites in Belarus – however, they are not as harsh as recently discussed in the media.

First of all it should be mentioned that there are no legal obstacles for any Belarusian resident to operate a website under international top-level domains (.com, .net, etc.) or national domain names of other states (.ru, .ch, it. etc.), furthermore, non-residents are free to operate the website registered in the national domain zone “.by”.

The main reason for confusion is Clause 2 of the Edict, obliging websites to host its content on servers in Belarus, as the wording of the Clause 2 is very ambiguous:
“Activity on selling goods, performing works or rendering services on the territory of the Republic of Belarus with use of information networks, systems and resources connected to Internet shall be conducted by legal entities, their branches and representative offices, established in accordance with the legislation of the Republic of Belarus, located in the Republic of Belarus … with use of information networks, systems and resources located (hosted) in the Republic of Belarus and duly registered”.

In other words it enacts the requirement for legal entities and entrepreneurs to host websites, such as sale of goods, rendering of services, performing works, within the territory of the Republic of Belarus. (weiterlesen …)

Facebook

Sonntag, 6. November 2011

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zum Internet

Dienstag, 22. Februar 2011

ACTA bald auf Wikileaks?

Freitag, 3. Dezember 2010

Nach Aussagen von Julian Assange, dem bekannten Gründer von Wikileaks, verfügt die Plattform über geleakte Dokumente aus den ACTA-Verhandlungen. Assange sagte im Rahmen eines Q&A auf der Website des Guardian,

Yes, we have leaks on the Anti-Counterfeiting Trade Agreement, a trojan horse trade agreement designed from the very beginning to satisfy big players in the US copyright and patent industries.

Während diese Meinung Assanges weder sonderlich originell scheint noch durch besonderes Fachwissen im IP-Bereich getragen ist, dürfte die Tatsache, dass Teile der ACTA-Verhandlungen öffentlich werden, doch von großem Interesse sein. Es wäre sicherlich aus wissenschaflticher Sicht hochinteressant, die Verhandlungsführung der beteiligten Staaten nachvollziehen zu können.

(cen)

Three Strikes, finnische Version

Freitag, 26. November 2010

In Finnland bahnt sich nun auch ein “Three Strikes”- oder “Graduated Response-Modell” an. Die finnische Regierung hat einen Gesetzesentwurf in den Reichstag gegeben, der dafür sorgen soll, dass Internet-Nutzer, von deren Rechner Urheberrechte verletzt werden, durch den Provider einen Warnbrief zugestellt bekommen sollen.

Durch eine Änderung des § 60 a (i) Urheberrechtsgesetz sowie der Datenschutzgesetze soll den Rechteinhabern die Möglichkeit gegeben werden, statt eines Verfahrens vor Gericht direkt an die Provider heranzutreten, die dann diese Warnung an den Kunden schicken. Hierdurch sollen zum einen die Gerichte entlastet werden. Zum anderen sieht man die Daten der potentiellen Rechteverletzer besser geschützt, da die Provider diese den Rechteinhabern nicht mitteilen müssen, sondern die Warnung schlicht selbst versenden.

Die Umsetzung wird für Anfang 2011 erwartet. Finnland wäre nach Großbritannien, Frankreich, Neuseeland und Süd-Korea das fünfte Land, das eine solche Regelung einführt.

Mehr Informationen hier.

(cen)

Till Kreutzer, Rechtsfragen im Web – Urheberrecht, Persönlichkeits- und Datenschutz im Internet und Web 2.0

Montag, 22. November 2010
Ringvorlesung Medien und Bildung: Till Kreutzer, Rechtsfragen im Web – Urheberrecht, Persönlichkeits- und Datenschutz im Internet und Web 2.0

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Heute als Fundstück aus dem Netz eine Präsentation: Dr. Till Kreutzer gibt hier einen spannenden Einstieg in die Problematiken, die “das Internet” so mit sich bringt. Sehenswert, vor allem für Laien und Einsteiger.

Unterausschuss neue Medien: BKA-Präsident Ziercke greift Eco an

Montag, 25. Oktober 2010

In der heutigen Sitzung des Unterausschusses “Neue Medien” wurden Experten aus der Netzbranche zum Thema “Internetsperren” gehört. Besonders auffällig präsentierte sich dabei BKA-Präsident Jörg Ziercke. Hatte das BKA noch 2009 durch eher wenig Sachkenntnis geglänzt, konnte Ziercke heute mit einer umfangreichen Statistik anreisen, in welcher dargelegt wurde, wieviel Prozent der durch das BKA an die Provider und andere Stellen gemeldeten Websites kinderpornografischen Inhalts tatsächlich umgehend gelöscht wurden. Die Zahlen waren nicht unbedingt glänzend, nur 44 Prozent waren nach der ersten Woche offline.

Ganz andere Zahlen präsentierte Oliver Süme vom Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco). Er verwies auf knapp hunderprozentige Löschung der durch seinen Verband gemeldeten Websites, was er auf direktere Ansprache der Provider sowie sorgfältigere Nachsorge zurückführte. Hierfür wurde er von Ziercke scharf angegriffen, der öffentlich anzweifelte, ob diese Zahlen überhaupt real seien und dem eco auch im Übrigen Wahrheitsverschleierung vorwarf, da dieser seine Zahlen nicht transparent offenlege. (weiterlesen …)