Archiv für die Kategorie 'Urheberrecht'

IP|Event: Copycamp Polen

Montag, 24. Oktober 2016

Das Copycamp in Warschau findet nächste Woche vom 27.-28.10. statt. Das Programm und die Speaker finden Sie hier.

Themen sind u.a.:

  • Copyright and Art;
  • Remuneration Models;
  • Copyright, Education and Science;
  • Technology, Innovation and Copyright;
  • Copyright and Human Rights;
  • Copyright Enforcement;
  • Copyright Debate;
  • Copyright Lawmaking.

Für diejenigen, die nicht persönlich teilnehmen können, haben wir die schöne Botschaft, dass das Camp sich kostenlos streamen lässt. Die Webseite des Copycamp ist hier zu finden.

 

Entwurf für Urheberrechts-Richtlinie jetzt auch auf Deutsch

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Der Text des Oettinger-Entwurfs wurde ja schon vor einiger Zeit geleaked, die Diskussion ist schon in vollem Gang. Der/die ein oder andere mag von den wichtigsten „Stellen“ aber bislang nur aus zweiter Hand erfahren haben, weil er/sie zu faul beschäftigt war, sich durch den englischen Entwurf zu kämpfen. Hier können Sie jetzt die deutsche Fassung lesen. Wir wünschen vergnügliche Lektüre – und achten Sie auf Ihren Blutdruck.

Call for Presentations für die CopyCamp Conference

Donnerstag, 21. Juli 2016

For the last 5 years, CopyCamp has been a place of a balanced and multi-sided debate about copyright. We have provided a forum for a remarkable number of representatives of cultural institutions and the media, creative sectors, academic, legal, political and non-governmental circles. From Warsaw, we are reaching out towards renowned speakers from the CEE region including the Visegrad Group countries, former USSR members, but also from the “old EU” and the US.

This year we aim at building upon this extraordinary background and facilitate a dialogue particularly focused on the Future of Copyright in Europe. We want to gather the widest possible group of people involved in the discussion about the impact of copyright on social life, education, economy and politics who wish to present their opinions to the international audience. As always, we will be pleased to host all interested parties in the neutral and friendly space, and encourage participants to share thoughts and exchange ideas.

CopyCamp Conference is part of the Future of the Copyright project conducted by the Modern Poland Foundation.

Strategic Partners of the conference are International Visegrad Fund, Google and ZIPSEE Cyfrowa Polska.

CopyCamp is part of the Future of Copyright project conducted by the Modern Poland Foundation.

Open Call for Presentations

The Modern Poland Foundation launched an Open Call for presentations proposals will be collected by July 31, 2016 under the following link: http://copycamp.pl/en/contact/register-speaker/.

Thematic Tracks:

  • Copyright and Art

Using existing works of art in one’s own creative work. How to recognize parody? How to quote without risking copyright infringement? Copyright in design, audio-visual works, applied arts. What is the future for people working with ideas? What is their level of awareness in terms of copyright?

  • Remuneration Models

How to pay for access and use of cultural goods (listening, watching, copying, etc.) without supporting information monopolies? How should authors be paid for their creative work? Who should pay authors and on what basis? What are the sources of remuneration? What are current remuneration systems? Which systems could be effective in the Internet?

  • Copyright, Education and Science

Copyright in schools and the Academia. Question of open educational resources. What are educational exceptions? Open access in libraries and cultural institutions (GLAM). How to open scientific publications as compared to opening research data? Open mandates and their practical implementation.

  • Technology, Innovation and Copyright

What is the influence of copyright and patents on development of the innovative and creative society? What is the role of technology in cultural goods distribution? Is coopetition the future of markets?

  • Copyright and Human Rights

How copyright and creativity affects human rights: from privacy protection and freedom of expression to free access to information and the right to cultural goods. Could human rights determine the shape of the copyright system?

  • Copyright Enforcement

Between the letter and the spirit of the law. Court interpretations of copyright infringement verdicts. How to execute copyright? How well are small businesses acquainted with copyright and how does it affect their activities? What is copyright trolling? How to include in enforcement our internal morality and written codes of ethics?

  • Copyright Debate

How to speak about copyright? Language and communication within the copyright debate. The social awareness and myths related with copyright.

  • Copyright Lawmaking

Copyright reform in Europe and all over the world. Who and how affects the letter of copyright on the national, European and international (WIPO) level? What differentiates the European reform from other reforms? What are the trends in copyright in post-soviet countries? What changes are implemented in Asia, South America, Africa or Australia?

* A special V4 track will give opportunity to share experiences, build up cooperation and create common ground for Visegrad Group countries in the context of the UE legislation.

Please see more updates at:

http://copycamp.pl/en/

https://www.facebook.com/events/743737489100760/

Contact: magda.strzelczak@nowoczesnapolska.org.pl

 

IP|Rezension: Heid, Die Haftung bei Urheberrechtsverletzungen im Netz

Mittwoch, 23. Dezember 2015

9783848702046nbs_large_160Hier ein kurzer Hinweis auf die Dissertation der Kollegin Heid, die schon 2013 erschienen ist. Manches ist daher nicht mehr ganz aktuell. Insgesamt aber ist es ein lesenswertes Buch, um die komplexe Haftungsstruktur des Rechtsgebiets kennenzulernen.

LG Mannheim zum Thema Werkvernichtung (Urteil vom 24.4.2015, 7 O 18/14)

Montag, 21. Dezember 2015

Wir hatten schon 2013 zum Urteil des OLG Dresden zum Themenkreis Werkvernichtung berichtet. Das LG Mannheim hat im April eine Klage der (ehemaligen?) Künstlerin NatHalie Braun Barends abgewiesen, mit der diese die Vernichtung ihrer Installation durch die Kunsthalle Mannheim verhindern wollte. Das LG Mannheim ergriff die Gelegenheit beim Schopf und buchstabierte die Frage nach dem Abwehranspruch des Künstlers gegen Werkvernichtungen einmal durch. Das Urteil ist daher sehr lesenswert und mündet in der Feststellung:

14 UrhG gewährt dem Urheber einer für ein Kunstmuseum geschaffenen Rauminstallation, die mit dem Museumsgebäude unlösbar verbunden ist, in der Regel auch dann keinen Schutz gegen eine Entfernung des Kunstwerks durch den Museumseigentümer, wenn sie mit der Vernichtung des einzigen Werkoriginals verbunden ist

Das Urteil lässt sich im Original hier lesen.

IP|Webnotizen XIV

Montag, 19. Januar 2015

KG Berlin zur Anwendbarkeit der §§ 193 BGB, § 222 ZPO im Eilverfahren

Montag, 25. August 2014

Das LG Berlin nimmt bekanntlich an, dass im Eilverfahren ein zweimonatiges Zuwarten nicht dringlichkeitsschädlich ist. Im vorliegenden Fall war der letzte Tag dieser zwei-Monats-„Frist“ ein Sonntag. Die Antragstellerin stellt den Verfügungsantrag am Montag. Das missfiel dem LG, das meinte, es handele sich bei dieser zwei-Monats-Regel nicht um eine Frist i.S.d. § 222 ZPO sondern um eine bloße gerichtliche Annahme. Zugleich behandelte es aber die 2-Monats-Regel als starre „Frist“ und stellte auch keine Einzelfallbetrachtung dazu an, ob die Sache von der Antragstellerin eilig behandelt wurde oder nicht. Das KG sah das anders. Es entschied, dass die Antragstellerin sich auf die den § 193 BGB und § 222 Abs. 2 ZPO innewohnenden Rechtsgedanken berufen könne. Die Entscheidung dürfte Auswirkungen auf so manchen Fristenkalender haben:

„Der Zweck dieser Vorschriften, die unter anderem dem Schutz der Ruhe an den allgemein arbeitsfreien Wochenenden und Feiertagen dienen (vgl. Grothe in: Münchener Kommentar, BGB, 6. Aufl., § 193, Rn 2; Ellenberger in: Palandt, BGB, 73. Aufl., § 193, Rn 1; Repgen in: Staudinger, BGB, Neubearbeitung 2009, § 193, Rn 3), rechtfertigt eine entsprechende Anwendung auf den vorliegenden Fall.“,

KG Berlin, Beschluss vom 01. August 2014 – 5 W 240/14 –, juris

In eigener Sache: Electric Book Fair

Dienstag, 27. Mai 2014

Bei der ersten eBook-Messe Deutschlands, der Electric Book Fair, am 21.6. im Supermarkt Berlin werde ich im „Electric Café“ sitzen und über „das entfesselte Urheberrecht“ plaudern. Wer mag, komme gern vorbei.

„Die Electric Book Fair ist der Versuch, etwas in den Blick zu bekommen, das seinem Wesen nach diffus und unkonturiert bleiben muss, weil es sich fortwährend verändert – ein paradoxes und dennoch lohnendes Unterfangen.“

Mehr unter dem Link hier.

Fundstück des Tages: „Rechtsfrage um das Magnetophon“

Donnerstag, 3. April 2014

Das Urheberrecht beschäftigt sich nicht erst seit „dem Internet“ stets und ständig mit den neuesten technischen Fragen. Nicht jede Technik setzt sich freilich durch. Das weiß man aber erst hinterher, weshalb es zu so schönen Artikeln wie diesem (Runge, GRUR 1951, 234) kommen kann, der sich mit den brennenden Fragen rund ums Magnetophon beschäftigt.

„Der Däne Paulsen hat…den sog. „sprechenden Draht“ erfunden, ein Verfahren, durch welches Schallwellen auf einem magnetisierbaren Stahldraht festgehalten werden konnten. Zunächst war jedoch die praktische Auswertung dieser Erfindung nicht möglich, weil keine ausreichende Lautstärke ererzielt werden konnte. Inzwischen ist das Magnettonverfahren entwickelt worden und hat seit längerem im Betriebe des Rundfunks und der Schallplattenindustrie Verwendung gefunden. …. Nachdem aber das Aufkommen von Selbstaufnahmegeräten verschiedener Marken im Handel dem einzelnen die Möglichkeit eröffnet, damit nicht nur im Bürobetrieb das Diktaphon zu ersetzen sowie die Protokollierung von Verhandlungen und Versammlungen aller Art durchzuführen, sondern auch Rundfunk- und Schallplattendarbietungen auf Stahlbandspulen zu übertragen, welche die darauf fixierte Aufführung usw. völlig naturgetreu wiedergeben (vgl. Baum, Über die Wiedergabe zum privaten Gebrauch nach Art. 22 des Schweiz. Urheberrechtsgesetzes in Schweizerische Mitteilungen über Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht 1 949, Heft 1 S. 4 ff.), sind die Rechtsprobleme um das Magnetophon brennend geworden.“

Den vollen Artikel bei Beck nach dem Klick.

BGH: Filesharing – keine Haftung für volljährige Familienmitglieder

Mittwoch, 8. Januar 2014

Die Rechtsprechung des BGH zur Störerhaftung im Familienkreis verdichtet sich. Nachdem der BGH schon vor einem Jahr in einem vielbeachteten Urteil entschieden hatte, dass der Anschlussinhaber nicht für seine minderjährigen Kinder haftet, wenn er keine Ahnung davon hatte, dass diese Files im Internet sharen, hat er dies nun auch auf volljährige Kinder übertragen. Der entscheidende Gedanke des BGH ist, dass die „Überlassung durch den Anschlussinhaber auf familiärer Verbundenheit beruht“. Eine Überwachung oder Aufklärung ist damit nicht mehr geschuldet. Das ist völlig richtig und macht endlich Schluss mit der völlig abwegigen Rechtsprechung mancher Instanzgerichte, die wegen des Teilens von Musik eine Art Familienstasi errichten wollten. (mehr …)