IP|Rezension: Gunda Dreyer, Jost Kotthoff, Astrid Meckel, Urheberrecht
Seit einiger Zeit liegt bei uns nun der “Dreyer” auf dem Schreibtisch. In der 2. Auflage ist der Heidelberger Kommentar zum Urheberrecht nun erschienen. Die Neuauflage war natürlich nach dem 2. Korb selbstverständlich fällig, aber auch dringend geboten, war doch die erste Auflage schon 2004 erschienen. Wie üblich, ist der Kommentar etwas angeschwollen. Statt 1549 Seiten der Erstauflage werden dem Leser nun 1848 Seiten geboten. Ob das immer erfreulich ist, oder ob die freiwillige Selbstbegrenzung nicht auch Vorteile haben kann, mag jeder selbst beurteilen. Trotz des Zuwachses an Seiten ist der Dreyer jedenfalls noch immer sehr gut handhabbar. Das Format ist haptisch gelungen, liegt gut in der Hand, man kann es einfach in der Tasche umhertragen. Das liegt auch am soliden Einband, der Freude macht.
Inhaltlich halte ich das Werk für gelungen, einen Vergleich mit dem dem Konkurrenten Dreier/Schulze braucht der Kommentar nicht zu fürchten, auch wenn es von berufener Stelle bereits online Kritik an Dreyers Ansicht zur Panoramafreiheit gab. Der Mut zu solchen Ansichten macht das Werk natürlich für Akademiker interessant, schadet aber gleichfalls dem Praxisnutzen des Kommentars. Gefallen hat aber unter anderem zum Beispiel die gute und ausführliche Einführung in § 87a UrhG, eine Regelung, bei der aufgrund ihrer Neuheit durchaus noch Erklärungsbedarf besteht. Gefallen hat auch das ausführliche Fälleverzeichnis am Ende des Buches, das eine übersichtiche Systematik verfolgt.
Ich habe mit dem Kommentar nun einige Monate lang gearbeitet und kann sagen, dass ich insgesamt sehr zufrieden mit dem Werk bin.
Gunda Dreyer, Jost Kotthoff, Astrid Meckel, Urheberrecht, Verlag C.F. Müller, 1846 Seiten, EUR 158,00, ISBN: 978-3811435193
















