IP|Rezension: Rufus Pichler, Internationale Zuständigkeit im Zeitalter globaler Vernetzung

411-7mnw3fl_sl500_aa240_Heute möchten wir gern auf dieses Buch von Rufus Pichler aufmerksam machen. Es handelt es sich hierbei um eine immerhin 786 Seiten starke Dissertationsveröffentlichung, daher dürfte klar sein, dass die Stärken dieses Buches kaum in seiner praktischen Handhabbarkeit liegen. Das Thema jedoch ist wirklich hochaktuell und daher möchten wir die Aufmerksamkeit unserer Leser dennoch auf das Buch Pichlers lenken. Hierbei ist der Titel recht selbsterklärend. Pichler erklärt die Grundlagen internationaler Zuständigkeit und vergleicht diese mit den Charakteristika globaler Netzwerke, namentlich des Internets. Die Ergebnisse fließen dann in eine Stellungnahme zu den Konsequenzen für EuGVVO und autonomem deutschen Recht ein. In einem sachlich hiervon durchaus getrennt lesbaren Teil beschäftigt sich der Autor mit der Theorie des „Cyberspace as a place“. Hier geht es um Theorien, die alternative, quasi-unabhängige Regelungsmodelle für den Cyberspace vorschlagen. Ein interessanter und den meisten Juristen wohl völlig unbekannter Ansatz, der allerdings insbesondere in den USA durchaus lebendig diskutiert wird. Für den Anwalt dürfte das Buch also nicht unbedingte Tauglichkeit haben, Leser, die sich für IT/IP-Policy-Fragen interessieren, sollten allerdings einen Blick riskieren.

Rufus Pichler, Internationale Zuständigkeit im Zeitalter globaler Vernetzung, Verlag C.H. Beck, 2008, 786 Seiten, EUR 56,00, ISBN 978-3-406-57249-4

(cen)

 
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