IP|Rezension: Volker Emmerich, Kartellrecht

Der „Emmerich“ ist sicher das Standardlehrbuch im Kartellrecht. Und das ist richtig so. Gute 600 Seiten schwer, bespricht das Buch alle Basics (und not-so-basics), die ein Verständnis des Kartellrechts ermöglichen. Dass dafür so viele Seiten notwendig sind, ist nicht seine Schuld, sondern die der Gesetzgeber, die das deutsche neben dem europäischen Kartellrecht stehen lassen, dann kommt noch das eigene kartellrechtliche Verfahren dazu und es muss ja auch auf die verschiedenen Subkategorien wie Fusionskontrolle, Behinderungswettbewerb usw. gesondert eingegangen werden. Das Kartellrecht ist eben spannend, aber ein großer, unübersichtlicher Haufen Arbeit. Volker Emmerich kann dafür sicherlich nichts. Im Gegenteil – auf Einzelprobleme wie etwa Franchsisevereinbarungen oder Selektivvertrieb wird zwar eingegangen, eine besondere Tiefe wird aber trotz 600 Seiten nicht erreicht. Hilfreich sind diese Mini-Kapitel aber dennoch, da neben einem Einstieg in die Problematik auch immer ausreichend Literaturhinweise mit auf den Weg gegeben werden.

Volker Emmerich, Kartellrecht, Verlag C.H. Beck, 12. Auflage, 616 Seiten, € 39,90

 
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