Johannes Kreidlers „product placements“

Der bekannte Avantgarde-Komponist Johannes Kreidler hat durch eine Aktion zum Thema Urheberrechte auf sich aufmerksam gemacht.

In der Anmeldung seines neuen Stückes „product placement“ mit einer Gesamtlänge von 33 Sekunden möchte er 70200 Referenzen auf andere Stücke angeben. Hintergrund ist, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Künstler, von denen ein Musiker „abschreibt“, an den Tantiemen beteiligt werden. Dass dies hier nicht der Fall sein kann, da schon eine gewisse kritische Menge an Tonalität zusammen kommen muss, damit die GEMA sich damit befasst, spielt hierbei nur eine geringere Rolle. Hauptaussage der Aktion ist die Kritik Kreidlers, dass in der Neuen Musik (wie in der gesamten Musik), insbesondere in Zeiten, in denen Musik computerunterstützt hergestellt wird, eine Komposition ohne Referenzen undenkbar ist. Das Urheberrecht spiegele diese Entwicklung nicht im notwendigen Maße wieder. Damit trifft er natürlich einen empfindlichen Nerv des Urheberrechts, das in der Tat mit den neueren, auf Sampling oder Remixing bzw. auch Zitat beruhenden Formen der Songdichtung Probleme hat.

Hier geht es zur Website Kreidlers.

(cen)

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Ein Kommentar zu “Johannes Kreidlers „product placements“”

  1. IP|Notiz » Blog Archive » Kreidlers Protesaktion gegen das Urheberrecht - 70200 Anmeldeformulare auf dem Weg zur GEMA
    23. September 2008 06:33
    1

    […] vor einiger Zeit über die Protestaktion des bekannten Avantgarde-Komponisten Johannes Kreidler berichtet, der ankündigte, für einen 33 sekündigen Song jedes “Fremdzitat” und damit insgesamt […]

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