JuraBlogs – wir sagen leise servus

Der BLAWGer-Aggregator JuraBlogs möchte für seinen Service nun bezahlt werden. Und zwar von den bloggenden Juristen. Das ist insofern ironisch, als die dort gelisteten Blogs schon jetzt kostenlos (!) den Content für die Seite liefern, mit dem JuraBlogs-Betreiberin MaxBox, LLC ihre Werbeeinnahmen generiert. Das war schon immer ein fragwürdiges Geschäftsmodell, jetzt ist der Zeitpunkt für den Ausstieg gekommen.

Bleiben werden bei JuraBlogs vor allem die Akquise-Blogs, für die sich dies rechnen mag. Auf diese Gesellschaft habe ich aber schon länger keine Lust mehr.

 

 

 
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7 Kommentare zu “JuraBlogs – wir sagen leise servus”

  1. Denzel
    19. Mai 2015 13:39
    1

    Hier entwickelt sich gerade eine interessante Diskussion zu dem Thema:

    http://archiv.twoday.net/stories/1022433935/

  2. Matthias Klappenbach
    19. Mai 2015 16:41
    2

    Hallo Herr Endell,

    ich verstehe Ihren Frust. Mit Sicherheit würde meine erste Reaktion ähnlich sein.

    Ich bitte Sie jedoch, das Angebot nochmals zu überdenken. Der kostenfreie Plan enthält 5 Artikel pro Monat, Sie bloggen im Schnitt 8 Mal pro Monat. Warum also nicht einfach den kostenfreien Plan wählen?

    Es gibt Hunderte Blogs bei JuraBlogs, für welche der kostenfreie Plan die richtige Entscheidung ist. Die Vielseitigkeit der Inhalte soll erhalten bleiben und für Blogger, die entweder berufliche Ziele verfolgen oder aber ein „ernsthaftes“ Hobby betreiben gibt es die kostenpflichtige Option.

    VG Matthias Klappenbach

  3. Jean-Marc Chastenier
    20. Mai 2015 07:55
    3

    „Die Vielseitigkeit der Inhalte soll erhalten bleiben und für Blogger, die entweder berufliche Ziele verfolgen oder aber ein “ernsthaftes” Hobby betreiben gibt es die kostenpflichtige Option.“

    Das ist eine ziemlich ungünstige Formulierung. Man kann natürlich einen Blawg als „ernsthaftes Hobby“ führen ohne dafür zu zahlen, oder wird die Arbeit der Blawger erst dann ersthaft, wenn dafür gezahlt werden muss? Ich muss da widersprechen.

  4. cen
    20. Mai 2015 10:10
    4

    Sehr geehrter Herr Klappenbach,

    danke für die freundlichen Worte. Wahrscheinlich wäre eine kostenfreie Option mit „5 Artikel pro Monat“ tatsächlich ein gangbarer Weg für mich.

    Darum geht es mir aber nicht. Mich stört schon länger die Gesellschaft akquisegetriebener Abmahn-Anwälteblogs in ihrem Aggregator (die dann auch noch gute Ranking-Zahlen haben). Ich möchte mit solchem Blogspam nicht in einen Topf geworfen werden. Die neuen Regeln werden diese Entwicklung m.E. weiter verschärfen.

    Die Entwicklung entspricht sicher den Regeln vernünftiger geschäftlicher Überlegungen. Ich leiste mir aber den Luxus, da nicht mehr dabei zu sein.

  5. Was nichts kostet, taugt nichts | Allgemeines | Strafverteidiger in Kreuzberg – Kanzlei Hoenig Berlin | Strafrecht und Motorradrecht
    21. Mai 2015 06:00
    5

    […] Herr Graf, lieber Herr Endell. Leistung um der Gegenleistung Willen, das ist das Prinzip, nach dem unsere Wirtschaft […]

  6. Wochenspiegel für die 20./21.KW., das war das Bezahlmodell bei Jurablogs, NSU und ein Pyramidenspielnd – Burhoff online Blog
    24. Mai 2015 10:48
    6

    […] die gehen wollen, und zwar u.a.: GuR verlässt JuraBlogs – wir sagen DANKE!, oder. JuraBlogs – wir sagen leise servus, oder: Ich soll künftig für die Teilnahme an Jurablogs zahlen – nein danke!, oder auch […]

  7. I will stay, oder: Die (unnötige) Diskussion um das JuraBlogs Bezahlmodell – Burhoff online Blog
    25. Mai 2015 10:39
    7

    […] diejenigen, die gehen wollen, und zwar u.a.: GuR verlässt JuraBlogs – wir sagen DANKE!, oder. JuraBlogs – wir sagen leise servus, oder: Ich soll künftig für die Teilnahme an Jurablogs zahlen – nein danke!, oder auch […]

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