Meine persönliche Meinung zum MS Media Player 11

…ich habe leider keine. Warum? Heute sprach mich Windows XP an, ich möge doch mal meinen Media Player 10 updaten. Ich ahnte nichts gutes, habe es aber getan. Nach einem Neustart gab es erstmal einen so genannten Blue Screen of Death. Das Update hatte leider irgendetwas kaputt gemacht (was genau, konnte mir die Blue Screen auch nicht sagen) – will sagen: das Media Player Update war nicht nur fehlerhaft, sondern hat auch noch in meinem Betriebssysstem herumgepfuscht. Windows fuhr später glücklicherweise dennoch hoch.

Aber dann begann der Ärger erst richtig: Als ich dann eine Mp3 abspielen wollte, ging das leider nicht. Statt dessen erhielt ich die Meldung, ich müsse jetzt erstmal ins Internet gehen, um verifizieren zu lassen, dass es sich bei dem Media Player um eine Originalversion handelt.

Meine Mp3 wird jetzt durch den VLC-Player abgespielt. Warum?

Ich habe eine Original-Version von Windows und mithin ist auch der Media Player rechtlich einwandfrei. Problemlos hätte ich das online überprüfen lassen können. Ich habe mich allerdings dagegen entschieden, das Produkt weiterhin zu nutzen. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, dass Unternehmen eine gewisse Kontrolle über ihre Software ausüben möchten – im Gegenteil, ich halte das sogar für eine sehr gute Idee. Das muss aber Grenzen haben.

Meine Meinung: Kein Software-Unternehmen sollte dem User ein Update vorschlagen, um diesen hinterher mit einem Produkt zurückzulassen, das nicht mehr funktionsfähig ist, wenn er nicht tut, was von ihm verlangt wird. Denn niemand weiß, welche Daten ein Unternehmen im Endeffekt abruft (das ist in letzter Zeit hinreichend bewiesen worden). Niemand weiß, wo diese Daten am Ende landen. Ich habe gutes Geld für ein Produkt bezahlt, das jetzt nicht mehr nutzbar ist, wenn ich nicht meine Daten an Microsoft übermittle. Auch das würde ich womöglich noch für akzeptabel halten, wenn es eine Warnung an den Nutzer gegeben hätte, in etwa „Sie können den Media Player auf Version 11 updaten. Achtung: zuvor wird die Legitimität ihrer Daten überprüft.“ Dann hätte ich mich einfach dafür entschieden, die Version 10 beizubehalten, an der es nichts auszusetzen gab, anstatt jetzt vor die Alternativen „funktionslose Software“ vs. „Übermittlung unbestimmter Daten ins virtuelle Nirvana“ dazustehen.

So allerdings fühle ich mich als Kunde verschaukelt, als Jurist zumindest überrascht, als User allerdings ist das alles glücklicherweise kein Problem, es gibt ja gute Alternativen.

 
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