Nichts ist umsonst

Der liebe Herr Kollege Hoenig hat hier in einer Stellungnahme zu der Jurablogs-Diskussion Herrn Graf und mir vorgeworfen, Leistungen von Jurablogs umsonst beziehen zu wollen. Was nichts koste, sei aber auch nix.

Ich halte das für zu kurz gedacht. Meine Artikel kosten ebenso wenig wie die von Herrn Vetter – trotzdem sind unsere Artikel „was“ wert. Herr Vetter hatte die Marktwirtschaft ins Spiel gebracht. Nach meiner Wahrnehmung war der Deal bislang: ich liefere Content, Jurablogs verdient damit Geld durch Werbeanzeigen. Dafür liefert Jurablogs Reichweite. Ein Austausch von Leistungen, kein Free Riding.

Dieser Deal ist für mich in der Zukunft nicht mehr interessant.

1. soll ich draufzahlen. Die paar Euro bringen mich nicht an den Bettelstab, ich finde aber nicht, dass Leistung u. Gegenleistung sich dann noch die Waage halten. Die Blogger liefern die Inhalte, ohne die kein Besucher auf jurablogs.de käme. Das muss dann von unserer Seite m.E. reichen.

2. ist der Service von Jurablogs für mich nicht wahnsinnig attraktiv. Ich habe ehrlich gesagt wenig Interesse daran, wenn sich meine Artikel ständig neben Warnungen wegen Abmahnungen von Waldorf wiederfinden. Wie ich schon im letzten Post sagte, denke ich, dass die Zahlungspflicht dazu führt, dass der Anteil dieser Werbe- und Spamblogs sich weiter erhöht. Wer das Blog als Hobby betreibt, wird sich künftig überlegen, sich listen zu lassen. Für werbende Anwälte sind die Preise immer noch ein fairer Deal.

Auf so einer Plattform will ich aber nicht vertreten sein u. gönne mir dafür den Reichweiteverlust.

 

 
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6 Kommentare zu “Nichts ist umsonst”

  1. RA Schepers
    22. Mai 2015 14:15
    1

    Der Links ist richtig, führt aber nicht zum Kollegen Vetter … ;-)

  2. Carsten R. Hoenig
    22. Mai 2015 15:15
    2

    Lieber Kollege,

    Udo Vetter ist wie ich zwar auch ein Strafverteidiger und Blogger, aber ich bin Kreuzberger und trinke kein Altbier. ;-)

    Bitte grüßen Sie Herrn S. Freud freundlich von mir.

    scnr

  3. cen
    22. Mai 2015 18:08
    3

    Da haben Sie wohl Recht, Herr Hoenig.

  4. Michael Langhans
    22. Mai 2015 18:28
    4

    kann ja mal passieren, die zwei kollegen sehen sich so ähnlich ;)

  5. Rolf Schälike
    23. Mai 2015 07:29
    5

    RAe Vetter und Koenig unterscheiden sich in einigen wesentlichen Punkten, was meine Kenntnisse und Erfahrungen betrifft:

    RA Koenig schmeißt mich als Poster immer raus, poste ich mit meinem Namen. Poste ich unter einem anderen Namen mit einer anderen Mal-Adresse, bleibt mein Kommentar erhalten. RA Vetter lässt alle meine Kommentare im Internet, auch die die s.g. grenzwertigen, was die Zensurrechtsprechung betrifft.

    RA Koenig erzeugt den Eindruck, ein Anwalt der linken Szene zu sein. Falls er tatsächlich sich als Linker versteht, dann gehört er zu den nicht wenigen Linken, die ihre eigene Persönlichkeit in den Vordergrund stellen und Links nur als Fahne nach außen nutzen. RA Vetter ist das nach außen hin neutraler.

    RA König unterstreicht das Kommerzielle offen, RA Vetter propagiert nicht, dass er auch abmahnt – zwar mit moderaten Abmahnkosten – dürfte aber durchaus als Abzocker bezeichnet werden. Bei RA König sind mit Abzockgeschäfte (Abmahngeschäfte ohne Auftrag) nicht bekannt.

    Beide Anwälte
    dürften sich gut verstehen, denn RA Koenig vertritt RA Vetter im Urlaub, was den Vetter-Blog betrifft.

  6. schenkelbuerstnerin
    23. Mai 2015 09:17
    6

    @ Rolf Schälike

    Der Mann heißt Hoenig!

    Hoenig, Hoenig, Hoenig.

    Und ihre Kommentare nerven in der Regel.

    Gehen Sie jetzt raus zu ihren Blumen und sagen Sie es weiter.

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