Selbständig ohne Krankenversicherung Private Krankenversicherung

IP|Experten: Aleksey Ponomarev, Internet Regulation in Belarus

Donnerstag, 05. Januar 2012 17:05

Die Expertennotizen von IP|Notiz sollen ein Forum für Experten im so genannten „Grünen Bereich” und daran angeschlossenen Rechtsgebieten bilden. Unser Ziel ist es, damit den öffentlichen Austausch in unserem Rechtsgebiet auch im Internet zu fördern. Die mit einer Veröffentlichung im Internet einhergehende Transparenz des wissenschaftlichen Diskurses für die Öffentlichkeit ist uns dabei ein wichtiges Anliegen.

During the last few days a new Belarusian Internet regulation has come into the center of attention of various online media resources. It seems that the rules of the recently enacted President Edict N 60 have been interpreted in a wrong way and caused serious confusion in the worldwide media. The sensation from Belarus named as “Belarus Bans Browsing of All Foreign Websites” is being widely discussed and has been republished by various online media resources (La Stampa, ZDnet, TorrentFreak, The Next Web etc.). The initial source of incorrect assumptions surprisingly seems to be the US Library of Congress, which published the article referring to Belarusian “yellow pages” Interfax news agency.

The occurred confusion can be explained by the lack of objective and qualified information on Belarusian Internet regulation on the one hand and the ambiguity of the provisions of law regulating to the Internet on the other hand. In this article I will provide a short overview of the effective Internet regulation in the Republic of Belarus.

Legal Framework

It is important to understand that the Presidential Edict N 60 on Measures to Improve the Use of the National Segment of the Internet Network (hereinafter mentioned as the Edict) has fully entered into force on 1 July, 2010, and its provisions are in force for already 1.5 years. Since entering into force, the Edict, being supported by subordinate legislation, has not brought about any radical changes to the Belarusian online market or heavy limitations of human rights and freedoms. Neither visiting foreign websites is considered a violation of the law nor has any foreign website been blocked since both these measures are not prescribed by the Edict.

The enforcement of sanctions for violation of provisions of the Edict has become the subject of hot discussions these days (I have analysed this on my blog before) . The Law Amending the Administrative Offences Code (hereinafter mentioned as the Law) enters into force on 6 January, 2012, enacting the sanctions for violation of the provisions of the Edict in form of a fine (approx EUR 32 to EUR 96) as the only possible legal sanctions applicable for violation of rules prescribed by the Edict. Any kind of other sanctions in the form of limitation of access to websites or other measures are prescribed neither by the Edict nor by the Law.

Online Business Regulation

The Edict in fact contains certain limitations of the operation of websites in Belarus – however, they are not as harsh as recently discussed in the media.

First of all it should be mentioned that there are no legal obstacles for any Belarusian resident to operate a website under international top-level domains (.com, .net, etc.) or national domain names of other states (.ru, .ch, it. etc.), furthermore, non-residents are free to operate the website registered in the national domain zone “.by”.

The main reason for confusion is Clause 2 of the Edict, obliging websites to host its content on servers in Belarus, as the wording of the Clause 2 is very ambiguous:
“Activity on selling goods, performing works or rendering services on the territory of the Republic of Belarus with use of information networks, systems and resources connected to Internet shall be conducted by legal entities, their branches and representative offices, established in accordance with the legislation of the Republic of Belarus, located in the Republic of Belarus … with use of information networks, systems and resources located (hosted) in the Republic of Belarus and duly registered”.

In other words it enacts the requirement for legal entities and entrepreneurs to host websites, such as sale of goods, rendering of services, performing works, within the territory of the Republic of Belarus. | Lesen sie weiter …

 

IP|Job: Stud. Aushilfskraft in Hamburg gesucht

Mittwoch, 04. Januar 2012 13:12

Ein Hamburger Unternehmen aus dem Bereich Neue Medien sucht eine stud. Aushilfe im Legal Department und hat uns gebeten, dies unseren Lesern mitzuteilen. Die Aufgabe umfasst einerseits Aufgaben im Vertragsmanagement, allgemeine Büroarbeit, aber auch die Vorbereitung von Anwaltskorrespondenz, u.a. auf dem Gebiet des Medienrechts. Arbeitsbeginn so bald wie möglich, Vergütung auf EUR 400 – Basis. Interessenten schreiben an j.sitte at bigpoint.net.

 

 

 

Europäische Kommission plant Mitteilung zu Notice-and-Takedown-Verfahren

Freitag, 09. Dezember 2011 10:37

Heise.de berichtet, dass die Kommission im Januar eine Mitteilung zum Notice-and-Takedown-Verfahren veröffentlichen wird. Dies habe der Leiter des Bereichs Online-Dienste der Generaldirektion Binnenmarkt am Mittwoch bei einer Brüsseler Veranstaltung berichtet. Das ist nur zu begrüßen: Obwohl die derzeitigen Grundsätze allgemein anerkannt sind, hakt es immer wieder bei der Behandlung von Bescherden im Einzelfall. So wurde etwa berichtet, dass viele Provider Websites blockieren, ohne ihren Kunden Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Auch ansonsten herrscht bei den Providern eine völlig uneinheitliche Praxis bezüglich des „Herunternehmens“ von Websites. Eine weitere Präzisierung wäre daher sicher von Vorteil.

Noch wünschenswerter wäre es allerdings, wenn die EU oder zumindest die Bundesrepublik Fortschritte in den Verhandlungen mit Ländern wie etwa Russland machen würde, um den Verfahren auch dort die nötige Wirkkraft zu garantieren. Derzeit ist es wenig hilfreich, Websites etwa bei polnischen Providern herunternehmen zu lassen, nur, um sie wenig später bei einem russischen Provider wieder auftauchen zu sehen.

 

BF3 – Verbraucherzentrale im Interview

Mittwoch, 07. Dezember 2011 17:13

Nachdem die Verbraucherzentrale NRW die Computerspielfirma EA im Zusammenhang mit der Zusatzsoftware ORIGIN, die als notwendiger Zusatz des Spiels Battlefield 3 vermarktet wird, abgemahnt hat, veröffentlich pcgames.de nun ein Interview mit der dortigen Referentin und Koordinatorin Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt. Insbesondere die Themen AGB und das Erfordernis ständiger Internetverbindung liegen ihr am Herzen.
Hier zu lesen.

 

Facebook

Sonntag, 06. November 2011 19:32

 

Apple-Patent Slide to Unlock

Donnerstag, 27. Oktober 2011 10:24

Den aktuellen Meldungen zufolge hat Apple nun in den USA – wo sonst – das Patent auf die „Slide-to-Unlock“-Geste für Smartphones zugesprochen bekommen. Im Antrag war dies Netzwelt.de zufolge so formuliert worden:

„Ein Gerät mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm kann mittels Gesten entsperrt werden die auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm ausgeführt werden. Das Gerät wird entsperrt, wenn der Kontakt mit dem Bildschirm mit einer vordefinierten Geste zum Entsperren des Geräts übereinstimmt.“

In den Smartphone-Patentkriegen gegen Samsung und Co. dürfte das neue Patent, das wohl schon 2006 beantragt worden war, sicher ein scharfes Schwert darstellen. In Europa ist eine Patentanmeldung wohl gescheitert, da bereits das schwedische Neonode-Telefon ein ähnliches Verfahren angewendet hatte.

 

http://funny-pictures-blog.com/wp-content/uploads/2011/09/slide-to-unlock.jpg

 

Leonhard Dobusch: Copyright und digitaler Umweltschutz

Montag, 17. Oktober 2011 14:34

Copyright & Digital Environment beim netzpolitischen Abend am 18.10. in der C-Base in Berlin.
 

IP|Rezension: Ferdinand von Schirach, Der Fall Collini

Samstag, 08. Oktober 2011 12:41

Überwiegend wird auf diesem Blog Fachliteratur besprochen, von Zeit zu Zeit machen wir aber gerne eine Ausnahme. So auch in diesem Fall bei Ferdinand von Schirachs neuen Buch/ersten Roman, Der Fall Collini. Von Schirach hat mit seinen beiden Kurzgeschichten-Bänden in den letzten Jahren nicht nur groß abgeräumt, sondern auch eine Flut an ähnlicher Literatur hervorgerufen. Wir Juristen sollten dankbar sein, dass das Interesse an unserer Arbeit somit steigt, allerdings gilt das wohl nur für die Strafverteidiger – zudem hat kein anderes Buch die Klasse der Schirach-Bände erreicht.

Von Schirachs Sprache wird in der Kritik besonders hervorgehoben, aber auch die Pointiertheit und Akuratesse, mit der die Geschichten zum menschlichen Kern des Falls vordringen. Auch wenn wir uns einer allzu literarischen Kritik enthalten wollen – nicht unser Fachgebiet -, so scheint dies von Schirach in seinem ersten Roman teilweise ebenfalls zu glücken. Die sprachliche Wucht seiner Erzählungen kann er zwar so nicht auf das längere Format hinüberretten. Dafür gelingt es dem Autoren, eine wunderbare Patina über die Geschichte zu legen, die dem Roman eine ganz besondere Stimmung verleiht.

Wenn das Buch dann in den letzten Akt eintritt, das Gerichtsverfahren und die damit einhergehenden rechtshistorischen Fragen, wird es für die Juristen noch einmal spannend. Das Gesetzt von Dreher war auch uns nicht bekannt. Von Schirach hält auch in der Schilderung dieser Kernfragen seines Buches die verknappte Erzählweise bewundernswert durch, so dass die Geschichte nie zum Seminar verkommt. Für einen Juristen eine ganz außergewöhnliche Leistung.

Fazit: Ein leider kurzer Roman und nicht ganz in der Liga der Vorgänger, aber unbedingt lesenswert. Ideales Buch für eine längere ICE-Fahrt. Im Raucherabteil, 1. Klasse, wenn es das noch gäbe.

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten, Verlag: Piper; Auflage: 2 (September 2011), ISBN-13: 978-3492054751, EUR 16,99

 

Verbraucherzentrale NRW mahnt wegen Flatrate-Werbung ab

Montag, 03. Oktober 2011 19:03

Die Verbraucher­zentrale NRW meldet, dass sie mehrere Mobilfunk-Firmen wegen ihrer Flat-Werbung („unbegrenzt surfen“) abgemahnt und einstweilige Verfügungen erwirkt hat. | Lesen sie weiter …

 

BGH: Bayerisches Bier, Zurückverweisung an das OLG

Montag, 03. Oktober 2011 18:49

Der Kläger, der Bayerische Brauerbund e.V., ist der Dachverband der bayerischen Brauwirtschaft. Auf seinen Antrag ist die Bezeichnung „Bayerisches Bier“ am 20. Januar 1994 von der Bundesregierung zur Eintragung in das von der Europäischen Kommission geführte Verzeichnis der geschützten Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben angemeldet worden. Mit der Verordnung (EG) Nr. 1347/01 des Rates vom 28. Juni 2001 ist die Eintragung der geographischen Angabe erfolgt. Die beklagte niederländische Brauerei ist Inhaberin der international registrierten Marke Nr. 645 349 mit den Wortbestandteilen „BAVARIA HOLLAND BEER“. Diese Marke genießt in Deutschland mit dem Zeitrang vom 28. April 1995 unter anderem für die Ware „Bier“ Schutz. Der Bayerische Brauerbund sieht darin, dass die Beklagte den Schutz dieser internationalen Marke auf Deutschland hat erstrecken lassen, eine Verletzung der geschützten geographischen Angabe „Bayerisches Bier“. Er verlangt von der Beklagten, dass sie auf den Schutz ihrer Marke in Deutschland verzichtet. | Lesen sie weiter …