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Quo vadis? – ein kurzer Bericht

Mittwoch, 04. Mai 2011 15:24

Wir waren gestern auf der Quo vadis? und es hat uns, wie auch schon im letzten Jahr, gut gefallen. Die deutsche Games-Industrie hat einen unglaublich kooperativen Ansatz, das fällt immer wieder auf. Konkurrenten geben einander Tipps, und die Panels werden sehr offen und kommunikativ gestaltet. Hier zeigt sich vielleicht, dass ein international verhältnismäßig weniger bedeutender Markt vielleicht auch positive Auswirkungen haben kann.

Wir haben an drei Panels teilgenommen. Im ersten ging es um das Thema „Lizenzen“ in Browsergames, etwa am Beispiel von Battlestar Galactica. Ein spannendes Thema, es wurden in der Diskussion auch einige Fallstricke offenbar. Die Zusammenarbeit mit den Lizenzgebern klappt nicht immer so, wie man es sich wünscht und gute, belastbare Verträge wirken hier wunder. Zuletzt sollte vielleicht auch bedacht werden, dass teure Lizenzen noch um einiges teurer werden, wenn die approval-Prozesse nicht zeitnah umgesetzt werden.

Das zweite Panel drehte sich um die Zukunft des deutschen Gaming-Marktes. Ein ähnliches Panel gab es auch letztes Jahr, und den letztjährigen Erkenntnissen wurde auch nicht wahnsinnig viel hinzugefügt.

Im dritten Panel stellte eine Firma ihr Konzept vor, um sharehosting-Services zu bekämpfen. Dabei ging es um eine Datenbank, die automatisiert takedown-Anfragen an die sharehoster schickt – kein schlechter Ansatz, letztlich kann das aber wohl auch nicht die Lösung sein. Wer aber sein Spiel/Film/whatever in den ersten Monaten nach erscheinen schützen lassen will, für den mag hier eine Möglichkeit liegen.

Insgesamt war der Nachmittag wieder äußerst inspirierend, gerne wieder.

 

flattr: eine Bilanz

Mittwoch, 04. Mai 2011 15:15

Nach einem Jahr flattr zieht Peter Sunde eine Bilanz auf der re:publica.

 

IP|Event: Quo Vadis

Donnerstag, 28. April 2011 19:24

In Berlin startet nächste Woche wieder die wichtigste deutsche Games-Konferenz. Von den Juristen sind jedenfalls Brehm v. Moers und Osborne Clark, sowie Taylor Wessing dabei, aber es kommen natürlich vor allem media.net berlinbrandenburg, Bigpoint, Travian, das neueröffnete Computerspielmuseum etc. pp. Es wird sicher spannend. Inbesondere der Dienstag nachmittag hört sich richtig gut an, für den auch wir uns vorgenommen haben, hinzugehen.

Mehr hier.

Zum Programm gleich hier klicken.

 

HABM jetzt auch auf YouTube

Dienstag, 12. April 2011 19:18

Das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) hat ein kleines Video online gestellt, das die Basics zum Thema Markenanmeldung in Europa erklärt. Eine leicht verständliche Einführung – aber natürlich nichts für alte IP-Hasen.

 

Lebenslang – oder 30 Jahre? Wie lange gilt sie nun, die Unterlassungserklärung?

Mittwoch, 06. April 2011 13:31

Eine Tauschbörsen-Abmahnung verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele. Erstens: der Internetanschlussinhaber soll sich dazu verpflichten, es zukünftig zu unterlassen, urheberrechtlich geschützte Werke des Abmahnenden (Filme, Musik, Computerspiele etc.) anderen Tauschbörsen-Teilnehmern zur Verfügung zu stellen. Zweitens: der Abgemahnte soll die Kosten der Abmahnung tragen.

Der Unterlassungsanspruch des Abmahnenden kann durch Abgabe einer sog. Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung „erfüllt“ werden. „Praktischerweise“ ist den Abmahnungen regelmäßig bereits eine vorformulierte Erklärung beigefügt. Dass der Abgemahnte sich meist keinen großen Gefallen tut (Anwälte vertreten immer nur die Interessen ihrer eigenen Mandanten…), wenn er die Unterlassungserklärung ungeprüft unterzeichnet, wird an dieser Stelle als bekannt vorausgesetzt.

Herr Heintsch (abmahnwahn-dreipage.de) ist mit der spannenden Frage an mich herangetreten, wie lange sich der Abgemahnte an eine Unterlassungserklärung bindet, wenn er diese unterzeichnet. Verliert eine Unterlassungserklärung irgendwann ihre Wirkung durch Zeitablauf? Wenn ja, wann? An vielen Stellen im Internet liest man von einer Geltungsdauer von 30 Jahren. Ist das korrekt? Zunächst wollte ich Herrn Heintsch nur eine kurze Stellungnahme zukommen lassen. Es wurde nun doch ein Bisschen ausführlicher… | Lesen sie weiter …

 

IP|Event: Open Innovation

Dienstag, 05. April 2011 15:21

Am 24. Juni 2011 findet die interdisziplinäre Werktagung “Open Innovation unter Wettbewerbern – Konzepte und rechtliche Rahmenbedingungen” in Kooperation mit der Forschungsstelle Forschungsförderung & Technologietransfer am Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Medienrecht der TU Dresden statt.

Weitere Informationen hier.

 

Was sind Marken?

Mittwoch, 23. März 2011 17:04

Marken sind Leistungsversprechen. Das wichtigste ist dabei die Leistung der Produkte – nur wenn ein Produkt kontinuierlich über einen langen Zeitraum hält, was es verspricht, wird es überhaupt als hochwertig wahrgenommen. Unsere Kunden haben seit Jahrzehnten Freude an den Kameras und Sportoptikprodukten, weil sie bessere Bilder ermöglichen. Das schafft Vertrauen, was existentiell ist für den Wert einer Marke. Und da Vertrauensaufbau Zeit benötigt, spielt die Geschichte eine sehr große Rolle für die Bildung und Führung einer hochwertigen Marke.

Johannes Fischer, Leiter des Bereichs Marketing & Kommunikation über Leica.

Längeres Interview hier.

 

LG Berlin: § 97 a UrhG nicht anwendbar vor DVD-Release

Freitag, 11. März 2011 17:54

Diesen Beschluss des LG Berlin zum vielumstrittenen § 97 a UrhG wollen wir Ihnen nicht vorenthalten. Das LG führt hierbei für den Bereich der Filmwirtschaft aus,

„Die Rechtsanwaltskosten für die vorprozessuale Abmahnung sind gem. § 97 a Abs. 1 UrhG zu erstatten. Die Kosten sind nicht gem. § 97 a Abs. 2 UrhG auf 100,- € beschränkt. Es fehlt an einer unerheblichen Rechtsverletzung, denn die Beklagte ermöglichte, den Film öffentlich zugänglich zu machen, noch vor der relevanten Verwertungsphase. Entgegen der Ansicht der Beklagten ist hierfür nicht auf den Kinostart abzustellen, denn der DVD-Verkauf ist gegenüber dem Verleih an Kinos eine eigenständige Nutzungsart. Die relevante Verwertungsphase beginnt deshalb mit dem DVD-Verkauf (OLG Köln GRUR-RR 2011, 85, 86 – Männersache). Im vorliegenden Fall lag die Verletzungshandlung am 17.8.2009 vor dem Start des DVD-Verkaufs am 27.11.2009, was diese Nutzung erheblich erschwerte.

(Beschluss vom 03.03.2011 (Az.: 16 O 433/10))

Den Beschluss in einer längeren Fassung hier.

 

The stolen Scream

Donnerstag, 10. März 2011 22:01

 

Patentschutz in China mal anders

Mittwoch, 09. März 2011 19:52

Patent Wars from storyfarm on Vimeo.

Dieser Beitrag zeigt sehr schön, wie schnell die chinesischen Hersteller begreifen, wie wichtig IP-Schutz für ihre Produkte sein kann. Mit der zunehmenden Produktion wertvollen geistigen Eigentums auch in China sind die IP-Rechte ebenfalls im Vormarsch begriffen. Getrieben wird diese Entwicklung von den innovativen chinesischen Firmen, die entsprechenden Schutz fordern. Auch dies zeigt dieser kleine Film sehr deutlich.