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Image Fulgurator

Freitag, 27. Juni 2008 06:35

Wir empfehlen die Website von Julius von Bismarck, auf welcher der Image Fulgurator, ein Apparat zur minmal-invasiven Manipulation von Fotografien vorgestellt wird.

Der Fulgurator reagiert auf das Blitzlicht eines anderen Fotoappartats und projeziert automatisch ein Bild auf das Fotomotiv. In der Tat: minimalistische Interventionen gegen den alltäglichen Tourismuswahnsinn, ein spannendes Projekt.

Hier direkt der link auf das Patent.

Und hier der link auf ein Video, das den Fulgurator in Aktion zeigt.

(via)

(cen)

 

Verlängerung der Schutzfrist von Musikaufnahmen

Donnerstag, 26. Juni 2008 14:59

Wir wollen unseren Lesern einen informativen Artikel der Kollegen von “gulli” empfehlen. Der Artikel titelt mit “Experten warnen vor Verlängerung der Schutzfristen” und beleuchtet die gegenwärtig auf EU-Ebene stattfindende Diskussion über die Verlängerung von Schutzfristen für geistiges Eigentum.

(sjm)

 

Türkei verliert

Mittwoch, 25. Juni 2008 22:20

was soll man sagen? Finale!

(cen)

 

Bundesgerichtshof weist Klage im Fall Simonis vollständig ab

Mittwoch, 25. Juni 2008 06:52

BGH Urteil vom 24. Juni 2008 – VI ZR 156/06

Die Klägerin schied am 27. April 2005 aus dem Amt der Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein aus. Sie beanstandet, an diesem Tag und am Folgetag von Reportern der Beklagten verfolgt und fotografiert worden zu sein. Ferner beanstandet sie die Veröffentlichung einiger Fotos in der von der Beklagten herausgegebenen “Bild”-Zeitung, mit denen der Artikel vom 28. April 2005 “Danach ging Heide erst mal shoppen” illustriert war; die beanstandeten Fotos zeigen die Klägerin bei privaten Einkäufen.

Das Landgericht Berlin hat die Beklagte zur Unterlassung der Bildveröffentlichung verurteilt. Es hat sie ferner verurteilt, darüber Auskunft zu erteilen, welche Bildnisse der Klägerin sie in Besitz hat, die sie aufgrund der Beobachtung der Klägerin am 27. und 28. April 2005 von drei Fotografen erhalten hat. Schließlich hat das Landgericht die Beklagte verurteilt, die Klägerin von Anwaltskosten für die Rechtsverfolgung freizustellen.

Auf die Berufung der Beklagten hat das Kammergericht die Unterlassungsklage abgewiesen; der Auskunfts- und Freistellungsklage hat es nur teilweise | Lesen sie weiter …

 

Intra-amerikanischer Konflikt um das Urheberrecht

Dienstag, 24. Juni 2008 23:15

Die Presseagentur Reuters meldet Pläne Brasiliens, die USA auf dem Gebiet des Urheberrechts zu attackieren. Hintergrund ist eine schwere Verärgerung Brasiliens in der WTO. Die Subventionierung US-amerikanischer Baumwollbauern hat zu Verstimmungen auf Seite des südlichen Nachbarn geführt. Im Rahmen einer sog. cross-retaliation möchte Brasilien nun – mit Billigung der WTO – die Schäden, welche der brasilianischen Wirtschaft zugefügt wurden, ausgeglichen wissen, etwa durch Regeländerungen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes. In trockenen Tüchern ist allerdings noch nichts. Es wird daher spannend sein zu sehen, wie viel den USA das copyright in einem solchen Konflikt wert sein wird. Verhandlungsmasse oder wunder Punkt?

(cen)

 

Haftung des WLAN-Nutzers

Dienstag, 24. Juni 2008 07:33

Über die Frage, ob der Inhaber eines offenen WLAN-Netzes für Handlungen haftbar gemacht werden kann, die durch Nutzer des Netzes ohne sein wissen begangen wurden, haben wir schon ausführlich berichtet. Aber handelt auch der heimliche Nutzer eines offenen WLAN-Netzwerks unrechtmäßig?

Wer sich mit dieser Frage näher beschäftigen will, kann dies in der Dissertation von Ulf Buermeyer nachlesen.

(cen)

 

“Rechtspolitische Schranken” im Urheberrecht…

Montag, 23. Juni 2008 16:28

Kein anderes Recht am geistigen Eigentum hat derart viele und unübersichtliche Schrankenregelungen wie das Urheberrecht. Das ist nicht weiter schlimm. Schließlich sind wir Juristen ja dafür da, uns durch dieses Dickicht zu kämpfen. Stößt man dabei aber auf Regelungen, die vom Gesetzgeber offensichtlich nicht vollständig durchdacht wurden und die Vermutung naheliegt, dass diese auf rechtspolitische Lobbyarbeit zurückzuführen sind, so ist das – auch für uns Juristen – ein Ärgernis.

Ein eindrucksvolles Paradebeispiel hierfür ist der neueingeführte § 53 a UrhG, der eine Schranke des Urheberrechts für den „Kopienversand auf Bestellung” normiert. | Lesen sie weiter …

 

Pflicht zur Verwendung von “negative Keywords” zur Vermeidung von Markenrechtsverletzungen – in den USA…

Samstag, 21. Juni 2008 09:03

Während in Deutschland noch heftig darüber gestritten wird, ob es sich beim sog. Keyword Advertising, der suchwortabhängigen Bannerwerbung auf den Seiten von Suchmaschinenbetreibern wie Google oder Yahoo!, um eine markenrechtserhebliche markenmäßige Benutzung handelt – vgl. bspw. die Entscheidungen der Oberlandesgerichte Stuttgart (Urt. v. 26.07.2007 – 2 U 23/07), Köln (Urt. v. 31.08.2007 – 6 U 48/07), München (Urt. v. 6.12.2007 – 29 U 4013/07) und Frankfurt (Urt. v. 26.02.2008 – 6 W 17/08) – ist man in den USA schon einen Schritt weiter. Dort entschied jüngst ein Gericht in Florida, dass Anbieter von Webseiten künftig verpflichtet sein können, durch die Verwendung von „ausschließenden Keywords” Markenrechtsverletzungen zu verhindern. Durch die Verwendung der „negative Keywords” wird verhindert, dass die suchwortabhängige Bannerwerbung des Webseitenanbieters nach Eingabe der fremden Marke in die Suchmaske des Suchmaschinenbetreibers erscheint.

Einen sehr interessanten Artikel zu dieser Entscheidung haben wir bei SEOmoz.org entdeckt.

Danke an Sebastian für den Hinweis!

(sjm)

 

Tannöd

Samstag, 21. Juni 2008 08:31

LG München; Urteil vom 21.05.2008, Aktenzeichen: 21 O 15192/07

Aus der Pressemitteilung:

Das Gericht hatte die Übernahme einzelner Textpassagen durch die Beklagte zu untersuchen, aber auch zu ermitteln, inwieweit der historische Stoff vom Kläger durch fiktive Elemente ergänzt wurde, die von der Beklagten übernommen worden sein sollen.

Das Gericht bewertete den Abstand beider Werke in der konkreten sprachlichen Gestaltung als ausreichend. Hinsichtlich einzelner Szene- und Handlungselemente – etwa der Reihenfolge der Morde – folgte das Gericht nicht der Sicht des Klägers, diese seien seiner Phantasie entsprungen, so dass er sie urheberrechtlich für sich beanspruchen könne. Nach Durchsicht der noch vorhandenen Ermittlungsakten, Polizeiberichte und Pressemitteilungen kam das Gericht zu der Erkenntnis, dass der Kläger häufig lediglich historische Überlieferungen weiter ausgeschmückt hat oder die Beklagte bestimmte Handlungselemente öffentlich | Lesen sie weiter …

 

David Pogues Experiment

Freitag, 20. Juni 2008 19:16

David Pogue ist ein Blogger auf NYTimes.com und Autor verschiedener Bücher. Auf seinem Blog spielte sich in letzter Zeit eine emotional geführte Debatte ab, nachdem er sich beschwert hatte, dass .pdf-Versionen seiner Bücher illegal im Netz verbreitet würden.

Viele Leser seines Blogs meldeten sich zu Wort, verwiesen auf die Experimente von z.B. Cory Doctorow und postulierten, dass der einzige mögliche Effekt eine Steigerung der Verkaufszahlen sei.

Pogue ist nicht überzeugt. Er hat dennoch ein Experiment gewagt: Eines seiner Bücher ist nun legal als .pdf-Version verfügbar, was natürlich beinhaltet, dass dieses im Netz kopiert und weitergereicht werden wird. Pogue wird in den nächsten Monaten die Verkaufszahlen des Buches im Auge behalten und dann Bericht erstatten.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Hier der link zum Thema.

Wir danken Reinhold Elges für den Hinweis.

(cen)