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Wirtschaftswissenschaftler sagt: Urheberrecht ist tot

Freitag, 13. Juni 2008 09:40

Prof. Faulhaber (University of Philadelphia) mit einem Statement, das uns irritiert:

“Copyright is a very big issue in the legal world today, but in the business world, when you talk to consumers about protecting copyrights, it’s a dead issue,” he said. “It’s gone. If you have a business model based on copyright, forget it.”

“The music industry is yet to figure this out,” he said. “The current iTunes model is probably the best they can do. In both movies and music this is likely to result in substantially lower revenue for content owners.” The movie studios will have an even tougher time than the music companies, according to Faulhaber, because some of the monetization models that can work for music–such as advertising–probably won’t work for full-length movies.

“Content providers will have to hook up with the conduit guys,” Faulhaber said. “They’re the only ones in a position to monetize content online because they can control its distribution.”

(Hervorhebungen durch uns)

Wir, die wir ja irgendwie auch von Urheberrechtsfragen leben, wollen doch hoffen, dass es nicht ganz so schlecht bestellt ist um das Urheberrecht.

Mehr zum Thema hier.

(cen)

 

Counterknowledge – Ressourcen

Freitag, 13. Juni 2008 08:01

Für jene Leser, die Interesse an dem von uns vorgestellten Counterknowledge-Buch haben und gern mehr darüber erfahren würden, haben wir einige links zum Thema zusammengestellt, die wir – zugegeben – allergrößtenteils dem Buch entnommen haben:

www.Counterknowledge.com

www.quackometer.com

www.virusmyth.net

www.badscience.net

(cen)

 

Gericht verweigert Ermittlungen gegen P2P-Nutzer

Donnerstag, 12. Juni 2008 15:56

Ermittlung der IP-Adresse, Strafanzeige und Akteneinsicht – das war bislang der Weg den die Musikindustrie beschreiten musste, um an die ladungsfähige Anschrift des Internetanschlussinhabers zu gelangen. Auf Heise.de wird nun berichtet, das Landgericht Frankenthal habe dem jetzt einen Riegel vorgeschoben.

Sehen Sie hierzu die Artikel auf “Heise Online

und der aktuellen MIR.

(sjm)

 

Jonathan Zittrain: The Future of the Internet – and how to stop it

Donnerstag, 12. Juni 2008 07:26

Oxford- Proffessor Zittrain hat ein Buch über die Zukunft des Internet geschrieben, das sich mit der Architektur, auch der rechtlichen, des Internet auseinandersetzt. Die Reviews von eminenten Zeitzeugen sind beeindruckend:

This book is fundamental. It will define the debate about the future of the Internet, long after we haven’t stopped it. Absolutely required reading.”—Lawrence Lessig, Professor, Stanford Law School, and author of Free Culture and The Future of Ideas

“This remarkably researched and highly entertaining book is a must-read … Zittrain’s analysis is first-class and should be widely heeded by leaders from all sectors of society.”—Dr. Klaus Schwab, Executive Chairman and Founder of the World Economic Forum

“The most compelling book ever written on why a transformative technology’s trajectory threatens to stifle that technology’s greatest promise for society. Zittrain offers convincing road maps for redeeming that promise.”—Laurence H. Tribe, Carl M. Loeb University Professor and Professor of Constitutional Law, Harvard Law School

“Jonathan Zittrain does what no one has before—he eloquently and subtly pinpoints the magic that makes Wikipedia, and the Internet as a whole, work. The best way to save the Internet is to turn off your laptop until you”ve read this book.”—Jimbo Wales, Founder, Wikipedia

Schön, dass es jetzt auch als download zur Verfügung steht.

(via)

(cen)

 

Kurze (abstruse) Anekdote aus dem Leben eines IP-Rechtlers….

Mittwoch, 11. Juni 2008 15:56

Heute trafen sich drei IP-Rechtler zum Mittagessen. Wir wollen sie der Einfachheit halber als IP-Rechtler 1-3 bezeichnen. Nach wenigen Minuten waren die drei beim Thema “EM” angelangt, wobei jeder sein Leid klagte, dass bedingt durch die Arbeitszeiten viele Spiele verpasst würden. IP-Rechtler 1 hatte schließlich den genialen Einfall, man könne die Laptops mit DVB-T Sticks ausstatten, so dass die Fußballspiele bequem vom Arbeitsplatz aus verfolgt werden könnten. Die Idee fand allgemein Zustimmung und man beschloss, den naheliegenden Fachmarkt aufzusuchen. IP-Rechtler 2 erwarb dort neben dem DVB-T Stick auch die “Rambo I-III Collectors Box”. Auf dem Rückweg fand sodann nachfolgende Konversation im Auto statt: | Lesen sie weiter …

 

Ende des GVU-Forums

Mittwoch, 11. Juni 2008 15:47

“Zur Schließung aller Sicherheitslücken im Kampf gegen Raubkopien muss jeder Branchenteilnehmer aus Film- und Unterhaltungssoftware seinen Beitrag leisten”, so lautete das Fazit des zweiten Branchenforums “Prävention und Aufklärung” am 5. Juni im Hamburger Radisson SAS. Auf Einladung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) trafen Rechteinhaber und Verbände beider Wirtschaftszweige, Kinobetreiber, Wissenschaftler und Anti-Piraterie-Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit technischen Dienstleistern zusammen. Insgesamt 14 teils internationale Unternehmen präsentierten Ansätze zur Sicherheit bei der Produktion, Sicherung bei Verteilung und Kinovorführung sowie Lösungen zum Erschweren und Behindern der illegalen Massenverbreitung im Internet. Mehr als 80 Teilnehmer diskutierten auf der ganztägigen Veranstaltung angeregt über geeignete Antworten auf aktuelle Trends und Entwicklungen im illegalen Markt.

Integrierte Ansätze

Wissensaustausch, Vernetzung der Branchen und verstärktes Zusammenspiel von Rechteinhabern und GVU standen im Mittelpunkt des Branchenforums. Zur Einführung informierte der GVU-Vorstandsvorsitzende, Christian Sommer, über aktuelle Entwicklungen in der Piraterielandschaft und bei der Verbreitung von Raubkopien. Bei anhaltendem Fokus der GVU-Tätigkeit auf die Quellen illegaler Kopien plädierte Sommer für ergänzende technische Lösungen auf der Massenverbreitungsebene. Im Kampf gegen Raubkopien | Lesen sie weiter …

 

“Pirates Dilemma” zum Download

Mittwoch, 11. Juni 2008 09:08

Das o.g. Buch von Matt Mason ist einer der interessanteren Beiträge diesen Jahres zum Piracy-Problem:

Do we fight pirates, or do we learn from them? Should piracy be treated as a problem, or a solution? To compete or not to compete – that is the question – that is the Pirate’s Dilemma, perhaps one of the most important economic and cultural conundrums of the 21st Century.

Das e-book gibt es nun zum selbst festzulegenden Preis auf der Website des Autoren zu kaufen und zum download. Das ist konsequent – wir wünschen dem Autor viel Glück.

(via)

(cen)

 

BGH erneut zu Esra

Dienstag, 10. Juni 2008 18:33

Urteil vom 10. Juni 2008 – VI ZR 252/07

Die Klägerinnen (Tochter und Mutter) haben sich gegen die Veröffentlichung des von der Beklagten verlegten Romans “Esra” von Maxim Biller gewandt. Das Buch handelt im Wesentlichen von einer Liebesbeziehung zwischen Esra und dem Ich-Erzähler. Die Klägerinnen haben geltend gemacht, der Roman verletze ihr allgemeines Persönlichkeitsrecht, weil sich die Schilderung der Romanfiguren Esra und Lale eng an ihrem Leben orientiere.

Die Vorinstanzen haben die Veröffentlichung des Buchs untersagt. Der Bundesgerichtshof hat die Revision der Beklagten mit Urteil vom 21. Juni 2005 – VI ZR 122/04 – zurückgewiesen. Das Bundesverfassungsgericht hat dieses Urteil teilweise, nämlich hinsichtlich des Unterlassungsantrags der Klägerin zu 1, der Tochter, bestätigt, die Revisionsentscheidung jedoch hinsichtlich des Unterlassungsantrags der Klägerin zu 2, der Mutter, aufgehoben und die Sache insoweit an den Bundesgerichtshof zurückverwiesen.

Das Bundesverfassungsgericht hat | Lesen sie weiter …

 

Beweise für Copyrightverletzungen in P2P-Netzen oft unzureichend…

Dienstag, 10. Juni 2008 13:34

Wir sind auf einen sehr lesenswerten Artikel von Kollegen auf “heise online” aufmerksam geworden, der dort vor wenigen Minuten veröffentlicht wurde. Darin geht es um ein US-Forscherteam der University of Washington, das mit einer Studie die wachsenden Zweifel an der Beweisführung der Film-, Musik-, und Softwareindustrie in Copyright-Fällen gegen Filesharer untermauert.

Den Artikel finden Sie hier.

(sjm)

 

Trent Reznor on “alles umsonst”

Montag, 09. Juni 2008 18:30

In der NY Times erschien heute ein Artikel über Trent Reznor, der die Band Nine Inch Nails leitet/darstellt. Es ist im Grunde ein Bericht über dessen Aktivitäten im Netz, also das freie Zurverfügungstellen von Alben, von Material, von selbstproduzierten Filmen etc.

Ein sehr positiver Artikel über einen Künstler, der an der Frontlinie der Netzentwicklung steht, der die Dinge umsetzt, die Piracy- und Netz-Philosophen (wie Cory Doctorow u.a. bei uns) schon lange fordern: Tauch ein in die neue Welt oder geh früher oder später unter.

Gewisse Ausschnitte haben nun ihren Weg in die Blogs gefunden, hier (pars pro toto) bei netzwertig.com, letztlich mit der Aussage unterlegt, andere Kreative sollten sich doch ein Beispiel an Trent Reznor nehmen.

Hier das Fazit von netzwertig.com:

Reznors Erkenntnis erinnert ein wenig an Kellys 1000-Fans-Prinzip. Ist die Masse an Leuten, die dein Produkt/Angebot/Brand kennen, erstmal groß genug, ist auch die Teilmenge der Zahlungswilligen größer, als es sie mit der althergebrachten herkömmlichen Distribution wahrscheinlich jemals gewesen wäre. Internet macht’s möglich.

Was dabei aber gern überlesen wird, ist folgende Aussage Reznors:

“It’s all out there,” he added. “I don’t agree that it should be free, but it is free, and you can either accept it or you can put your head in the sand.”

Ich möchte dabei die Aufmerksamkeit des geneigten Lesers auf “I don´t agree it should be free” lenken. Reznor führt das | Lesen sie weiter …